Prozent oder Euro: Was lohnt sich?

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Ein 10-Euro-Gutschein und 15 Prozent Rabatt lassen sich erst vergleichen, wenn dein rabattfähiger Warenwert feststeht. Außerdem müssen beide Codes für denselben Einkauf gelten. Ein großer Prozentwert hilft wenig, wenn die meisten gewünschten Produkte ausgeschlossen sind.

Prozentrabatt berechnen

Multipliziere den rabattfähigen Warenwert mit dem Prozentwert und teile durch 100. Bei 80 Euro und 15 Prozent sind das 12 Euro Rabatt. Der Warenwert nach Rabatt beträgt 68 Euro. Lieferkosten kommen gegebenenfalls dazu. Ein fester Gutschein über 10 Euro würde dieselbe Bestellung auf 70 Euro reduzieren; in diesem Beispiel ist der Prozentrabatt besser.

Die Grenze zwischen beiden Varianten

Um den Gleichstand zu finden, teile den festen Rabatt durch den Prozentsatz als Dezimalzahl. 10 Euro geteilt durch 0,15 ergeben rund 66,67 Euro. Unterhalb dieses Warenwerts sind zehn Euro mehr als 15 Prozent; oberhalb sind 15 Prozent mehr. Das gilt nur, wenn Mindestwerte, Ausschlüsse und Höchstbeträge keine andere Berechnung auslösen.

Rabattdeckel und Teilwarenkörbe

Ist der Prozentrabatt auf maximal 15 Euro begrenzt, wächst er ab dieser Grenze nicht mehr. Sind von einem 100-Euro-Warenkorb nur 40 Euro rabattfähig, bringen 15 Prozent lediglich sechs Euro. Rechne daher mit dem berechtigten Teil des Warenkorbs und nicht automatisch mit der großen Gesamtsumme oben auf der Seite.

Zwei Rabatte nicht einfach addieren

Falls der Shop eine Kombination ausdrücklich erlaubt, kommt es auf die Reihenfolge an. Zehn Prozent und anschließend weitere zehn Prozent auf den verbleibenden Betrag ergeben bei 100 Euro einen Endpreis von 81 Euro. Die gesamte Ersparnis beträgt 19 Prozent, nicht 20 Prozent. Ein zusätzlicher Euro-Gutschein kann ebenfalls vor oder nach dem Prozentrabatt verrechnet werden.

Die Rechnung im Shop entscheidet

Rundungen auf einzelne Artikel können kleine Abweichungen erzeugen. Kontrolliere deshalb immer die Rabattzeile und den Endpreis. Ein Gutschein, der auf dem Papier besser aussieht, ist kein Vorteil, wenn du dafür zusätzliche Ware kaufen oder höhere Versandkosten bezahlen musst.

Für den Alltag reicht: beide Gutscheine getrennt prüfen, Versand mitrechnen und die niedrigere Gesamtausgabe für denselben Einkauf wählen.